Rainer Obkircher ist ein kreativer Grenzgänger zwischen visueller Gestaltung, darstellender Kunst und Musik. Seit über zwei Jahrzehnten entwickelt er als Grafikdesigner und Art Director visuelle Identitäten, die Haltung, Charakter und Klarheit verbinden – als Gründer von wœrk – Büro für Design & Kommunikation ebenso wie in zahlreichen Projekten für nationale und internationale Auftraggeber.
Sein Weg in die Welt der Kreativität begann jedoch nicht am Bildschirm, sondern im Klang. Bereits im Kindergartenalter spielte er Lieder nach Gehör auf einer kleinen Orgel. Mit sieben Jahren begann er Akkordeon zu lernen und blieb dem Instrument acht Jahre lang treu. Die Gitarre wurde nebenbei sein Begleiter für regelmäßige Hausmusik, das Klavier erschloss er sich autodidaktisch
Nach einer Ausbildung am Design College Pöchlarn unter der Leitung von Mag. Barry J. Hewson führte ihn sein beruflicher Weg zunächst über die Werbeakademie weiter zur ersten Werbeagentur, wo er als Grafiker arbeitete. Als Art Dircetor machte er sich 2003 mit seinem eigenen Design Büro selbständig. Denn in dieser Phase seines Lebenslauf zog es ihn nun auf die Bühne. In Theaterproduktionen, als Kabarettist und Comedian entwickelte er eine zweite künstlerische Heimat: das Spiel mit Sprache, Timing und Präsenz. Während seiner Schauspielausbildung nahm er zudem Gesangsunterricht.
Unter seinem Alter Ego Rainer-von-Lienz wurde er für seine kabarettistische Arbeit mit zwei Preisen ausgezeichnet – der Kabarett-Milchkanne sowie dem Wettbewerb „Wer bringt den König zum Lachen“.
Gemeinsam mit seiner Kabarett-Partnerin Sabine Kunz brachte er vier Kabarett-Programme auf die Bühne, konzipierte, drehte und produzierte zudem mehrere Folgen der Comedy-Serie F.R.O.H. lockt für Okto-TV.
Mit 45 Jahren entdeckte Rainer ein weiteres, stilleres Ausdrucksmittel: das Cello. Seit über acht Jahren begleitet ihn das Instrument als bewusster Gegenpol zur visuellen Arbeit. In verschiedenen Orchester-Formationen und Ensembles erlebt er Musik als gemeinschaftlichen Prozess, als Zuhören, Einfügen und gemeinsames Atmen im Klang.
Neben der analogen Musik erkundet er auch digitale Klangräume. Auf der Plattform Suno entstehen seine „musikalischen Ergüsse“ – spielerische
Kompositionen zwischen Experiment, Skizze und fertigem Song. Sie sind ein weiteres Ausdrucksfeld seiner Neugier und Lust am kreativen Ausprobieren, irgendwo zwischen Technologie, Humor und
musikalischem Handwerk. Sein Schaffen bewegt sich heute zwischen Grafik und Konzepten, zwischen Orchesterproben und Algorithmus, zwischen Humor und Melancholie, zwischen Linie und Ton. Gestaltung
versteht er nicht als Disziplin, sondern als Haltung – und als stetige Reise durch Raum, Linie und Klang.
