Die Bühne ist ein besonderer Ort …


Hier entsteht Resonanz im direkten Kontakt mit dem Publikum – im Moment, im Raum, in der Begegnung. Meine Erfahrungen im Bereich Raum umfassen Kabarett, musikalische Projekte und performative Formate. Was sie verbindet, ist das Interesse am unmittelbaren Erlebnis: dem Augenblick, in dem eine Idee lebendig wird und sich zwischen Bühne und Publikum eine gemeinsame Aufmerksamkeit entfaltet. Jeder Auftritt ist einzigartig. Und genau darin liegt seine Kraft.

 


Resonanz


Das Cello begleitet mich seit vielen Jahren – nicht als virtuoses Soloinstrument, sondern als Teil eines größeren Klangkörpers. Mich interessiert vor allem die Resonanz: das Instrument zu spüren, seine Tiefe und Komplexität zu erfahren und mich immer wieder auf neue Klangräume einzulassen. Der Klang entsteht nicht nur im Holz und in den Saiten, sondern auch im eigenen Körper – in der Spannung, im Atem, im Hören.

 

Ohne den Anspruch auf Virtuosität entsteht für mich ein freierer Zugang zum Musizieren. Es geht darum, neugierig zu bleiben, sich auf den Moment einzulassen und den Klang als etwas Lebendiges zu erleben, das sich ständig verändert. Jeder Ton ist Teil eines größeren Zusammenhangs, jede Bewegung beeinflusst die nächste.

 

Besonders im Ensemble zeigt sich diese Qualität. Dort wird Musizieren zu einem gemeinsamen Prozess des Zuhörens: Stimmen greifen ineinander, Spannungen entstehen und lösen sich wieder auf. Aus vielen einzelnen Linien wächst ein gemeinsamer Klang – ein Raum, der sich öffnet, verdichtet und schließlich den ganzen Raum erfüllt.


Ensemble- und Orchesterprojekte (Auswahl)




Präsenz


 

Erste prägende Bühnenerfahrungen habe ich im Theater und bei Filmproduktionen gesammelt. Diese Zeit hat meinen Blick auf künstlerisches Arbeiten stark geprägt. Schauspiel ist für mich eine besondere Form der Kommunikation: Präsenz, Timing und das feine Zusammenspiel mit anderen entstehen im Moment und lassen sich nicht vollständig planen.

 

Auf der Bühne entsteht aus wenigen Gesten, Worten und Bewegungen eine Geschichte, die sich im Zusammenspiel mit den anderen Darstellerinnen und Darstellern entfaltet. Jeder Moment verlangt Aufmerksamkeit und Vertrauen – in das eigene Gefühl, aber auch in die Dynamik des Ensembles. Aus dieser Spannung wächst eine Energie, die den Raum trägt und das Publikum unmittelbar erreicht.

 

Diese Erfahrungen wirken bis heute in meine Arbeit hinein. Sie haben meinen Blick für Rhythmus, Atmosphäre und Präsenz geschärft. Wie in der Musik entsteht auch hier etwas Flüchtiges: ein gemeinsamer Moment, der nur im Augenblick existiert. Aus diesem Zauber heraus wird die Bühne zu einem Ort, an dem Geschichten lebendig werden und Räume entstehen, die weit über das Sichtbare hinausreichen.